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 Zwergengeflüster

Unter der Baumwurzel eines umgestürzten Buchenriesen wohnen Elzamira und Arturiwin Buntschuh. Sie haben als Nachbarn einen Rennschneck, Herrn Porsche, der ab und zu Arturiwin mitnimmt, damit er Bucheckern und Eicheln sammeln kann. Sie kommen dann sehr bepackt und keuchend wieder zuhause an. Frau Elzamira hat dann schon ein Waldgrasbier auf dem Stein stehen, der ihnen als Tisch dient. Sie hat ein Stück Birkenrinde als Tischtuch darauf gelegt und stemmt die Hände in die Hüften.

„Los jetzt, ihr beiden, ich hab Durst“, ruft sie mit ihrem feinen Stimmchen, was so gar nicht zu ihrer stattlichen Zwergenfigur passt. Die beiden kommen angeschlichen und nehmen ihren Eichelbecher. „Prost“, sagt Arturiwin. Herr Porsche japst noch und kann nichts sagen.

Das Ende des Regenbogens   ( Gauri und Himmati)

Ich wohne seit zwei Jahren in Jaipur, der Hauptstadt von Rajastan, im Norden, bei  Fort Amber, der Festung, die Maharaja Man Singh erbaut hat. Dort gibt es einen Elefantenpark, Hathi Gaon, in dem Elefanten leben, die für die Touristen gehalten werden. Mein Vater, mein bap, ist Pfleger in dem Park.  Als meine Mutter starb, zogen er und meine bua, die Schwester meines Vaters, also meine Tante, die Witwe ist, nach Jaipur, wo er den Job bekam. Davor war er jat, Bauer, aber nach dem Tod meiner Mutter verkaufte er das Land und zog in die Stadt.

Oft bin ich mit ihm gegangen, zu den Elefanten. Ich liebe diese großen sanften Tiere, die willig sind zu arbeiten, aber oft so schlecht behandelt werden, weil die Menschen sie nicht verstehen. Manchmal  hab ich einen Elefanten weinen sehen. Die sind traurig, weil sie nicht frei sein dürfen und immer das tun müssen, was der mahut, der Elefantenführer will.

Seelenkraft ( Der Troll)

 Grummelnd sitzt Surir, der Troll auf seinem Stein. Ja, es ist sein Stein, denn alle Steine auf Island gehören ihm. Wehe dem, der einfach ohne zu fragen, seine Steine verschiebt. Die Menschen versuchen es immer wieder, weil sie Straßen bauen wollen. Aber da lässt er einfach die Bagger stillstehen, oder schickt den Arbeitern eine Krankheit auf den Hals. Für Häuser braucht man auch Steine. Er will seine Steine nicht gerne verschieben lassen. Denn er hat sich an ihre Plätze gewöhnt und kommt ganz durcheinander, wenn sie plötzlich an einem anderen Platz liegen.  Denn er zählt sie jeden Tag, naja, jeden zweiten … oder jeden dritten Tag … aber sehr oft. Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder einfach Steine hinlegen wollte, wo er möchte.

 

 

Die Bücher sind alle zu bestellen über mich. Sie können mich erreichen über die Telefonnummer der Trias Vita erreichen.